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Die Ergometrie beurteilt den Zustand des gesamten Kreislaufsystems
unter Belastung. Wenn der Körper belastet wird, verbraucht
er mehr Sauerstoff und das Herz muss mehr Blut pumpen.
Die Ergometrie wird nach einem Stufenprotokoll durchgeführt,
dieses ist je nach Fragestellung frei programmierbar. Vorgegeben
sind die Stufendauer in Minuten und die Belastungssteigerung pro
Stufe in Watt.
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Der Patient tritt mit einer konstanten Umdrehungszahl auf einem
Zimmerfahrrad (Ergometer). Während der Untersuchung wird kontinuierlich
ein 12-Kanal-EKG geschrieben und zusätzlich regelmäßig
der Blutdruck gemessen und aufgezeichnet. Die Untersuchung dauert
insgesamt ca. 20 Minuten, wobei ca. 8-10 Minuten getreten wird.
Die Ergometrie kann zeigen, ob die Blutversorgung des Herzens unter
Belastung ausreichend ist (z.B. bei Herzfehlern).
In der Sportmedizin wird die Ergometrie hauptsächlich zur Beurteilung
der aktuellen Leistungsfähigkeit, der Leistungssteigerung durch
gezieltes Training sowie zur Ermittlung der für ein individuelles
Trainingsprogramm notwendigen Pulswerte verwendet.
Folgende Aussagen können getroffen werden:
- Auftreten von Herzrhythmusstörungen
- Auftreten von EKG-Veränderungen, die auf eine schlechte
Durchblutung des Herzmuskels hinweisen
- Maximale Herzfrequenz
- Feststellung der optimalen Trainings-Herzfrequenz
- Ausdauerleistung (Fitness)
- Blutdruckverhalten unter Belastung
Wann wird eine Ergometrie durchgeführt:
- Zur Feststellung der Leistungsfähigkeit (Trainingsberatung)
- Vor Sport bei angeborenen Herzfehlern
- Zum Ausschluss eingeschränkter Belastbarkeit
- Bei bestimmten Rhythmusstörungen
Wichtig!
- Bequeme Kleidung wie Turnhose, T-Shirt und Sportschuhe
mitnehmen
- Der Patient muss gesund (infektfrei) sein
- Durchführung nicht mit leerem Magen, jedoch knapp
vor der Untersuchung keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen
- In den Stunden vor der Untersuchung ausreichend trinken!
Apparative Ausstattung:
Fahrrad-Ergometer Ergoline 800S mit 12-Kanal-EKG
(EKG-Ergometriesystem Schiller AT-104)

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